Neun Leben hat die Katze

Die Journalistin Katharina erhält Besuch im Sommer 1967 von ihrer französischen Freundin Anne. In langen Tagen und lauen Nächten erkunden sie neue Lebenswege. Das episodisch und fragmentarisch erzählte Frauenporträt und Zeitbild drehte Ula Stöckl zum Abschluss ihres Studiums am Ulmer Institut für Filmgestaltung; einer der ersten feministischen Filme Deutschlands. Die neun Leben – sie stehen für die unterschiedlichen weiblichen Lebensentwürfe, für den Wunsch, eingefahrene Bahnen zu verlassen. Aber auch für eine existenzielle Melancholie, wie sie vor allem Anne umgibt mit ihren Träumen von Tod und Wiedergeburt. Der Spielfilm «Neun Leben hat die Katze» zeichnet sich durch liebevoll inszenierte Details und genaue Beobachtung aus. Ula Stöckl lässt Alltagsbeobachtungen und Fantastisches, Subjektivität und Analyse, Humor und Wut aufeinanderprallen. «Neun Leben hat die Katze» ist poetisches, philosophisches, politisches Kino und ein Klassiker des Neuen Deutschen Films