Neues Team bei „Wort zum Sonntag“
(medientipp) Am Samstag, 2. Juli 2005 startet das „Wort zum Sonntag“ mit einem neuen Sprecherteam. Zwei katholische und zwei protestantische Theologinnen und Theologen stellen sich der Herausforderung, die aktuelle gesellschaftliche Situation aus christlicher Sicht zu kommentieren. Sie werden während der nächsten anderthalb Jahre abwechselnd jeden Samstagabend um 19.55 Uhr auf SF1 auf Sendung sein.
Zwei Sprecherinnen und ein Sprecher des neuen „Wort zum Sonntag“-Teams sind bereits aus den Medien bekannt: Regula Strobel ist Mitbegründerin und regelmässige Autorin der feministisch-theologischen Zeitschrift „Fama“, Marianne Vogel Kopp ist Radiopredigerin und Ulrich Knellwolf ist einem breiteren Publikum als Autor, vor allem von Kriminalromanen, bekannt. Sepp Riedener, Leiter der Luzerner Gassenarbeit, hat dieses Frühjahr einen Preis der Herbert Haag Stiftung für Freiheit in der Kirche gewonnen.
Die neuen Sprecherinnen und Sprecher wurden von SF DRS in Zusammenarbeit mit den beiden Fernsehbeauftragten Martin Peier (Reformierte Medien) und Alois Schuler (Katholischer Mediendienst) ausgewählt und für ihre Aufgabe speziell ausgebildet. Die Herausforderung für die Sprecherinnen und Sprecher von „Wort zum Sonntag“ sei gross, heisst es in der Medienmitteilung von SF DRS. „Jeden Samstagabend zwischen Werbung und Trailer und zwischen „Meteo“ und Unterhaltungsprogramm sollen sie die Zuschauerinnen und Zuschauer für ein kurzes Innehalten gewinnen. Sie sprechen zu einem Fernsehpublikum von durchschnittlich über einer halben Million Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und mit den verschiedensten Hintergründen und Bedürfnissen.“
Als bisherige Sprecherinnen und Sprechern von „Wort zum Sonntag“ engagierten sich Uta Fromherz, Elisabeth Martinek, Michael Bangert, Hans Jörg Fehle und Beat Venetz. Im Juni werden Beat Venetz (11.6.), Uta Fromherz (18.6.) und Hans Jörg Fehle (25.6.) noch einmal auf Sendung sein.
Im Juli übernimmt dann das neue Sprecherteam das „Wort zum Sonntag“: Ulrich Knellwolf (2.7.), Marianne Vogel Kopp (9.7.), Sepp Riedener (16.7.) und Regula Strobel (23.7.).
Das „Wort zum Sonntag“ wird jeweils am Samstagabend um 19.55 Uhr auf SF1 ausgestrahlt.
Die neuen Sprecherinnen und Sprecher
Sepp Riedener
Sepp Riedener, geboren 1943, verbrachte Kindheit und Primarschulzeit in Kreuzlingen/TG. Das Gymnasium besuchte er in Matran im Kanton Freiburg. Er hatte sich schon früh entschieden, Priester zu werden und trat 20-jährig als Novize den Redemptoristen bei. Er studierte Theologie in Gars am Inn bei München. Nach fünf Jahren als Pfarreipastoral in Oberrohrdorf im Kanton Aargau und in der Stadt Bern entschied er sich für eine Zusatzausbildung an der Fachhochschule für Sozialarbeit in München. Er spezialisierte sich auf Resozialisierung und Rehabilitation von Randgruppen. Seit 1976 engagiert er sich auf diesem Gebiet in Stadt und Region Luzern. Er baute den Verein Kirchliche Gassenarbeit auf und ist seit 1996 dessen ökumenisch angestellter Geschäftsleiter und Seelsorger auf der Gasse. Sepp Riedener heiratete 1975 und hat vier erwachsene Kinder.
Ulrich Knellwolf
Ulrich Knellwolf, geboren 1942, verbrachte seine Schulzeit in Olten und Solothurn. In Basel, Bonn und Zürich studierte er evangelische Theologie. Ab 1969 war er Pfarrer in Urnäsch/AR, Zollikon und an der Kirche zu Predigern in Zürich; seit 1996 arbeitet er teilzeitlich bei der Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule, Zollikerberg. 1990 promovierte er mit einer Arbeit über Jeremias Gotthelfs erzählende Theologie zum Dr. theol. an der Universität Zürich. Ulrich Knellwolf wurde bekannt als Schriftsteller, unter anderem mit Kriminalromanen. Durch sie und weitere literarische Publikationen wurde er zum gefragten Vorleser, Geschichtenerzähler, Prediger und Referenten. Er ist verheiratet.
Marianne Vogel Kopp
Marianne Vogel kam 1959 als zweites von vier Kindern in Kölliken/AG zur Welt. Ihre Mutter wirkte als Hebamme im Dorf und der Vater mit seiner bescheidenen Wagnerei als Einsarger. So angeregt, begann sie früh über das Leben nachzudenken. Marianne Vogel wurde zunächst Lehrerin, studierte dann in Basel und Jerusalem evangelische Theologie. Religiös sozialisiert im Pietismus, zählt sie sich heute zu den feministischen Theologinnen. Neben ihrer Arbeit als Familienfrau im gastfreundlichen Generationenhaus wirkt sie freiberuflich als Theologin. Sie macht Stellvertretungen im Pfarramt, schreibt regelmässig Artikel in Kirchenzeitungen und ist in der Erwachsenenbildung tätig. Im Bibliodrama erwarb sie sich Zusatzausbildungen; diesem Spiel- und Lektüreprozess in Gruppen gilt denn auch ihre theologische Leidenschaft. Daneben engagiert sie sich ehrenamtlich: Sie leitet den Musikzyklus „Schlosskonzerte Spiez“ und die lokalen Frauengottesdienste. Marianne Vogel Kopp ist seit 1990 verheiratet und hat einen neunjährigen Sohn.
Regula Strobel
Regula Strobel wurde 1956 geboren und wuchs in einer grossen Familie auf. Ihre Arbeit als kath. Theologin begann sie 1982 in der Pfarrei Birsfelden, von 1988 bis 1992 war sie Assistentin an der theologischen Fakultät Freiburg. Sie ist wechselnd in Pfarrei, Wissenschaft und Erwachsenenbildung tätig, denn die konkreten Fragen der Praxis haben sie immer wieder zur theologischen Reflexion herausgefordert. Und das Resultat ihres Nachdenkens hatte sich umgekehrt immer wieder in der Praxis zu bewähren. Dank Teilzeitarbeit bleibt ihr Raum für Engagements in unbezahlten Arbeitsbereichen: Sie ist Mitbegründerin der Fama, der feministisch-theologischen Zeitschrift der Schweiz, sie begleitet Migrantinnen und arbeitete im Genossenschaftsverlag Exodus mit. Regula Strobel ist verheiratet.
