Nahost – Krieg oder Kompromiss?
ARTE zeigt zwei Beiträge zu Israel. Am Dienstag, 9. Januar, steht die aktualisierte Dokumentation „50 Jahre Krieg – Israel und die Araber“ (20.45 00.05 Uhr) des britischen Filmemachers Brian Lapping aus dem Jahr 1998 auf dem Programm. Zahlreiche Interviews mit Israelis, Palästinensern, Ägyptern, Libanesen, Syriern sowie Politikern aus Ost und West verdeutlichen entscheidende Etappen der israelisch-arabischen Kriege und der Friedensbemühungen seit 1948.
Am Donnerstag, 11. Januar, befasst sich ein Themenabend (20.45-23.45 Uhr) mit der aktuellen Situation in Israel, die sich in den letzten Monaten stark angespannt hat. Seit dem Besuch des rechtsgerichteten israelischen Oppositionsführers Ariel Sharon auf dem Tempelberg am 28. September 2000 sind bei blutigen Auseinandersetzungen unzählige Menschen verletzt und über 250 Menschen, mehrheitlich Palästinenser, getötet worden. Drei Dokumentationen wollen die Innenwelten der Konfliktpartner erforschen. Der Beitrag „Volk ohne Staat“ (20.45 Uhr) schildert den Alltag der palästinensischen Bevölkerung und fragt, wie friedensfähig und verlässlich Arafats Autonomiebehörde ist. „Zwei Völker – Eine Erde“ (21.50 Uhr) zeigt einen Überblick über die Geschichte des Staates Israel, welcher zwei Völker in einem Land vereint. Die Dokumentation „Eretz Israel – Das friedlose Heilige Land“ (22.40 Uhr) zeigt, dass Israel heute eine zutiefst zerrissene Gesellschaft ist. Der Zionismus als staatstragende Ideologie verliert zunehmend seine verbindende Wirkung. Orientalische Juden, die Sepharden, emanzipieren sich gegenüber den europäisch geprägten Ashkenasi. Rechte Siedler stehen gegen liberale Israelis und auch die Spannung zwischen religiösen und säkularen Juden steigt. Zwischen den einzelnen Beiträgen finden Diskussionsrunden mit israelischen und palästinensischen Gästen statt.
