Nadia Murad
Im August 2014 überfallen Truppen des Islamischen Staats das jesidische Dorf Kocho im Norden des Irak, die Heimat der heute 25-jährigen Nadia Murad. Nadia wird wie viele andere Frauen ihres Volkes verschleppt und über Monate Opfer von Demütigungen, Folter und Vergewaltigung. Nur durch ihren Mut und grosses Glück gelingt es ihr, ihren Peinigern zu entkommen und nach Deutschland zu fliehen. Heute ist Nadia Murad die Stimme ihres Volkes und jener tausender Frauen, die sich noch in der Gewalt des IS befinden. Als UN-Sonderbotschafterin kämpft sie für die Anerkennung des Völkermords an den Jesiden. Im Oktober 2018 wurde ihr zusammen mit Denis Mukwege der Friedensnobelpreis verliehen. Doch jenseits der internationalen Öffentlichkeit muss die junge Frau ihren Weg zwischen Bürokratie, Ruhm und wohlmeinenden politischen Interessen erst finden
