Nachts, wenn der Teufel kam
Hamburg, 1944: Eine Kellnerin wird ermordet aufgefunden. Die Tat scheint zu einer ganzen Serie bisher ungeklärter Frauenmorde zu passen, auf die Kriminalkommissar Kersten (Claus Holm) durch ein altes Fahndungsplakat stösst. Kerstens Theorie stösst auf das Interesse des SS-Gruppenführers Rossdorf (Hannes Messemer), der auf einen Modellfall zur Bestätigung der Rassentheorie hofft. Kersten liefert ihm den Mörder. Er hat in Berlin den geistesschwachen Bruno Lüdke (Mario Adorf) ausfindig gemacht und überführt. Lüdke gesteht, eine grosse Zahl von Sexualmorden begangen zu haben. Aber die nationalsozialistische Führungsspitze kann während der kritischen Phase des Zweiten Weltkriegs keine Enthüllung der Tatsache gebrauchen, dass ein geisteskranker Serienmörder jahrelang unentdeckt blieb. Der Fall wird vertuscht. Robert Siodmaks «Nachts, wenn der Teufel kam» (BRD 1957) gehört zu den bemerkenswert kritischen deutschen Spielfilmen der Nachkriegszeit
