Musik für einen Gast. Wolf Biermann

Wolf Biermann, 1936 in Hamburg geboren, siedelte nach dem Krieg freiwillig in die neu gegründete DDR über. Er wurde zum Staatsfeind Nummer Eins im Ostdeutschland der 60er und 70er Jahre. Seine Berliner Wohnung wurde rund um die Uhr durch Spitzel bewacht, seine Stasi-Akten umfassen mehrere 10’000 Seiten. Trotz der Widrigkeiten des Systems, gegen die er sein Leben lang kämpfte, und der Ausbürgerung, mit der man ihn bestrafte, sang er in einem Lied, er sei «nicht Opfer, lieber bin ich Täter». Biermann war stets der unangepasste, kritische, zornige, quicklebendige Liedermacher. Der leidenschaftliche Glauben an eine bessere Welt war seine Motivation, der Kommunismus seine Religion