Monsters University
Die wichtigste Entwicklung im Kino geschieht seit Jahren im Animationsfilm. Seitdem die ideenreichen Pixar-Studios («Findet Nemo», «Ratatouille», «Wall-E») von Disney übernommen wurden, kann sich der Unterhaltungsgigant mit diesen internationalen Spitzenleistungen brüsten. So ist auch der neue Monster-Film ein gelungenes Unterhaltungsabenteuer, das auf Familien und junge Erwachsene zielt.
Ausgangspunkt ist der Berufswunsch von Mike, ein Schreckmonster zu werden. Der kleine, unansehnliche Kerl hat aber offensichtlich nicht die Physis für diesen Beruf und wird von allen ausgelacht. Doch Mike lässt sich nicht unterkriegen und schreibt sich an der Monster-Universität im Hauptfach «Schrecken» ein. Dort lernt er den bärbeissigen Sulley kennen, der mächtig und lässig über den Campus schlendert. Er ist zwar begabt, aber durch und durch lernfaul. So treffen sich die Gegensätze und ergeben ein wunderbares Paar, das durch dick und dünn geht. An den Monster-Games müssen Mike und Sulley beweisen, was in ihnen steckt. Die Lebenswelt der Universität wird mit schrägen und schrulligen Figuren gefüllt. Die Handlung ist warmherzig und rasant erzählt. Und die Moral von der Geschichte ist Bestandteil der heutigen Wertedebatte: nur Freunde können den harten Alltag überstehen. Gemeinsam sind wir stark, nicht nur wenn es um die Kunst des Schreckmonsters geht.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
«Monsters University», USA 2013, Regie: Dan Scanlon, Animationsfilm; Verleih: Disney, Filmwebsite: http://www.disney.ch/monsteruni
Kinostart: 20. Juni 2013
