Milan-Protokoll
Die deutsche Ärztin Martina Abramski (Catrin Striebeck) arbeitet in einem Flüchtlingslager in der kurdischen Region im Nordirak an der Grenze zu den vom sogenannten Islamischen Staat kontrollierten Territorien. Sie fährt regelmässig in die kurdischen Gebiete in Syrien, um dort im YPJ-Lazarett verwundete Kämpferinnen zu behandeln. Bei einer solchen Tour wird Martina entführt. Die Kidnapper, eine radikal-sunnitische Gruppierung angeführt von Omar (Adil Abdulrahman), vermuten einen Waffentransport der deutschen Panzerabwehrlenkwaffe MILAN. Sobald Informationen über die Geiselnahme durchsickern, entwickelt sich Martinas Gefangenschaft zu einem hochbrisanten Konflikt. Fortan schalten sich verschiedene Akteure ein, die ihre ganz eigenen politischen Interessen verfolgen: der Emir des IS in Mossul, der Scheich von Omars Gruppe sowie der türkische und auch der deutsche Geheimdienst. Martina beginnt infolge der schweren psychischen Belastung, ihre eigene Erinnerungs- und Wahrnehmungsfähigkeit infrage zu stellen. War sie tatsächlich in den Waffentransport verwickelt? Fesselnder Politthriller (DE 2019) von Peter Ott, gedreht im Grenzgebiet zwischen dem Nordirak und Syrien
