Medienheft Dossier 17: Städtische Öffentlichkeiten

Über zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung leben in Städten und Agglomerationen. Doch sind wir überhaupt noch Bürger von Städten oder nur noch Bewohner unserer sorgsam abgeschotteten privaten Wohnwelten, ortlose Pendler zwischen privaten Nischen und so-zialem Nirgendwo? Städte sind in Gefahr, ihren Charakter zu verlieren. Was einmal Stadt war, ist zum Standort mutiert, zur Servicestation für ein paar Überflieger, die der Welt trotz der globalen Geschäfte die Horizonte verengen. Adolf Muschg stellt lakonisch fest: „Alles ist Stadt auf diesem Planeten, und nichts mehr urban.“ Kann man Städte so gezielt planen, bauen und gestalten, dass sie zum Schauplatz urbaner Kultur, zum vital genutz-ten Lebensraum werden? Im Medienheft Dossier 17 wird nach den Voraussetzungen ge-sucht, wie Menschen in modernen Massengesellschaften die anonymen Verhältnisse des Zusammenlebens als Beteiligte mitgestalten können. Dabei wird insbesondere auch nach den Medien gefragt, wie sie zur Bildung urbaner Öffentlichkeiten beitragen.
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