Medien: Das Fenster zur Welt für Kinder und Jugendliche
(medientipp) Die Stiftung Ravensburger Verlag hat im Rahmen ihres mehrjährigen Forschungsprogramms „Mediennutzung der 10- bis 16-Jährigen“ eine Studie in Auftrag gegeben, um die Bedeutung der Medien für Kinder und Jugendliche während der letzten 50 Jahre in Erfahrung zu bringen. Die Ergebnisse wurden am vergangenen Donnerstag an der Leipziger Buchmesse erstmals vorgestellt. Demnach sind die Medien noch vor Eltern, Lehrern und Freunden erste Instanz für die Orientierung der 10- bis 16-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Ins Blickfeld genommen wurde das ganze Spektrum der Medien, das heute der Jugend zur Verfügung steht, von Buch und Fernsehen über Computer und Internet bis hin zu Mobiltelefon und SMS. Die Studie zeigt aber nicht nur den Stellenwert der Medien, sondern macht auch deutlich, dass diese nicht zwingend einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Jugend haben. Das Buch fördert beispielsweise die Urteilsfähigkeit, die Fantasie und die Sprachbeherrschung. Und je besser Kinder und Jugendliche durch direkte Kommunikation mit Eltern, Lehrern und Gleichaltrigen ein Weltvertrauen entwickeln können, desto eher gelingt es ihnen, Medien zur Wissensaufnahme sowie als Kontakt- und Informationsinstrument zu nutzen. An der Studie „Jugendlicher Mediengebrauch in Deutschland 1945-2002“ sowie an Folgeprojekten beteiligt sind Prof. Dr. Dr. Dietrich Kerlen, Medienwissenschaft, Universität Leipzig, Prof. Dr. Matthias Rath, Medienethik, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, und Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Medienerziehung, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg.
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