makro. Neuordnung des Ölmarkts
Die Weltwirtschaft verändert sich rasant – und mit ihr der internationale Markt für Öl. Nationale Interessen, Sanktionen, Zölle und neue Fördermöglichkeiten verschieben die Gewichte. Beim Auftaktspiel der Fussball-Weltmeisterschaft sassen sie (fast) einträchtig nebeneinander: Russlands Präsident Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Auch im Ölgeschäft waren sie zuletzt Freunde, obwohl Russland kein OPEC-Mitglied ist. Bis November hat Iran noch Gelegenheit, sein Öl zu Marktpreisen zu verkaufen. Dann greifen die US-Sanktionen. Neben OPEC-Gründungsmitglied Iran haben die USA auch Venezuela mit Sanktionen belegt. Das erdölreichste Land der Erde fördert schon seit einiger Zeit krisenbedingt immer weniger. Öl ist ein wichtiger Faktor bei der «America first»-Doktrin. Welche Allianzen sich bilden und wer sich durchsetzt, wird wie immer auch darüber entscheiden, ob bei uns Heizöl und Benzin teuer oder billig sein werden
