„Lourdes“ in Venedig ausgezeichnet
(medientipp) Der österreichische Wettbewerbsbeitrag „Lourdes“ hat an den 66. Internationalen Filmfestspielen in Venedig den Preis der SIGNIS-Jury gewonnen. „Lebanon“ hat eine lobende Erwähnung erhalten.
„Lourdes“ erzählt die wundersame Heilung einer 33-jährigen gelähmten Frau. Christine glaubt nicht an Wunder und steht Wallfahrtsorten skeptisch gegenüber. Dennoch nimmt sie an einer Pilgerreise nach Lourdes teil – und wird überraschend geheilt. Ein Wunder? Oder ein Glück von kurzer Dauer?
Die internationale katholische Filmorganisation SIGNIS weist in ihrer Begründung ausdrücklich darauf hin, dass die österreichische Regisseurin Jessica Hausner den Preis nicht wegen des katholischen Schauplatzes erhalte, sondern weil er fundamental menschliche Fragen aufwerfe: Glauben, körperliches Leiden, Hoffnung, Wunder und das Unerklärliche. Die Regisseurin führe uns mit bemerkenswerten technischen und künstlerischen Fähigkeiten an die Grenzen menschlicher Erwartungen und erlaube dem Publikum die Bedeutung von menschlicher Freiheit und göttlicher Intervention zu entdecken.
Der mit dem Goldenen Löwen, dem Hauptpreis, ausgezeichnete israelische Film „Lebanon“ hat eine lobende Erwähnung der SIGNIS-Jury. Obwohl der Film in einem israelischen Panzer spiele und somit eine spezielle Perspektive auf den ersten Kriegstag mit dem Libanon im Juni 1982 eröffne, biete er ein Porträt eines jeden jungen Soldaten, die psychologisch nicht auf den Kampf im Krieg vorbereitet seinen. Die Jury hält fest: „Der Film ist ein Schrei aus der Tiefe des Herzens für die leidenden Menschen der ganzen Region.“
Ein Startdatum für „Lebanon“ in der Schweiz steht noch nicht fest. „Lourdes“ wird voraussichtlich im Februar 2010 in die Schweizer Kinos kommen.
