Lewis – Der Oxford-Krimi

Kommissar DI Robert Lewis und sein Sergeant James Hathaway ermitteln in der scheinbar beschaulichen Universitätsstadt Oxford. Dabei tauchen sie tief in die menschlichen Abgründe ein, die sich auch hinter der makellosen Fassade der akademischen Elite auftun. Die Fälle sind nach dem klassischen «Whodunit»-Muster gestrickt – aus einer wachsenden Zahl an möglichen Verdächtigen wird mittels Menschenverstand, Einfühlungsvermögen und analytischer Deduktion der oder die Täter/in ermittelt.

Bei der Aufklärung der Fälle verschwimmen die Grenzen der gesellschaftlichen Schichten, die in England bis heute eine Rolle bei der Karriereplanung oder der politischen Mitsprache spielen. Denn die Täter kommen sowohl aus der Arbeiterklasse als auch aus der Oberschicht – stets schwingt ein dezenter sozialkritischer Unterton mit. Insbesondere dann, wenn sich die zwei ungleichen Ermittler ein Dialog-Duell liefern, in dem die jeweilige Herkunft und Ausbildung die unterschiedlichen Weltauffassungen der beiden verdeutlichen. Hathaway, der ehemalige Cambridge-Student und Priesterseminarabbrecher nutzt sein grosses Wissen, um an die Fälle heranzugehen. Wohingegen sich der aus einfachen Verhältnissen stammende Lewis bei der Fallklärung auf seine Erfahrung und Intuition verlässt. Die pointierten, bisweilen lakonischen Diskussionen über Gott, die Welt und die Menschen machen die Spannung der intelligenten Serie aus, die auch ohne grosses Krimi-Spektakel fesselt.

Natalie Fritz, Religionswissenschaftlerin, Redaktorin Medientipp

«Lewis – Der Oxford-Krimi» («Lewis»), Grossbritannien 2006–2015, Idee: Colin Dexter, Besetzung: Kevin Whately, Laurence Fox, Clare Holman; ITV;

Jeweils freitags um 20:15 Uhr auf ZDF Neo; https://www.zdf.de/serien/lewis

DVD und Blueray im Handel erhältlich.