Lebenslinien. Wie ich vom rechten Weg abkam

Anfang der 1990er: Mit wachsender Wut beobachtet Michael Beyerlein die vielen Kriegsflüchtlinge aus dem Balkan, die täglich in seiner fränkischen Heimat eintreffen. Die rechte Partei «Die Republikaner» bearbeitet das Thema. Michael glaubt, eine Heimat gefunden zu haben unter Menschen, die so denken und fühlen wie er. Doch dann begegnet Michael einem kanadischen Missionar, der Flüchtlinge betreut und ihn immer wieder drängt, einmal mit in eines der «Lager» zu kommen. In der Asylantenunterkunft angekommen, verändert sich Michaels Weltbild schlagartig. Michael begreift, dass diese Menschen tatsächlich ein schlimmes Schicksal hinter sich haben und viel weniger besitzen als er. Heute ist Michael Beyerlein selbst Missionar und Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Sachsen. Jedes Jahr fährt er nach Afrika, um zu helfen