Lebenslinien. Ich musste mich durchbeissen

Vapula wächst in einem Flüchtlingslager auf. Seine Eltern sind Kämpfer der SWAPO, der Unabhängigkeitsbewegung Namibias. Mit vier Jahren wird Vapula in die ehemalige DDR geschickt, um dort zur sozialistischen Elite für die Zeit nach der Befreiung Namibias erzogen zu werden. In dieser Zeit entdeckt Vapula seine Fähigkeit, anderen Kindern schmerzfrei wackelnde Milchzähne zu ziehen. Er möchte einmal Zahnarzt zu werden. 1990 muss Vapula muss zurück nach Namibia und kommt zu seiner Mutter – die er kaum kennt – in eine kleine Hütte in einem Township von Windhoek. Schnell merkt er, dass er sein Leben selbst in die Hand nehmen muss. Er schafft die Aufnahmeprüfung an der deutschen Schule und findet Arbeit auf einer Jagdfarm. Dort kommt er auch an einen Ausbildungsplatz in Bayern. Heute lebt er mit seiner Frau und seinem Sohn in München und hat eine eigene Zahnarztpraxis