Lebenslinien. Der Kommissar und seine Söhne

Als Kriminalkommissar Carlos Benede zum ersten Mal Vater wird, ist sein Sohn schon 12 Jahre alt. Alex hat mehr erlebt als in einer Kinderseele Platz hat: Sein Vater hat die Mutter erstochen und Alex hat sie tot auf dem Küchenboden gefunden. Er ist ein typischer «übrig Gebliebener», wie Carlos es beim Münchner Opferschutzdezernat häufiger erlebt hat. In diesem Fall geht sein Einsatz aber weit über das Übliche hinaus. Denn Carlos adoptiert Alex auf dessen Wunsch. Jahre später sagt Carlos sogar ein zweites Mal «ja»: Münchner Polizisten bringen ihm einen weiteren «übrig Gebliebenen»: Einen vierjährigen Buben, dessen Mutter auf offener Strasse getötet wurde, auch diesmal vom eigenen Mann. Zusammen mit Kollegen und Juristen gründet Benede deshalb eine Jugendhilfeeinrichtung für gestrandete Jungs. Die etwa 20 Jugendlichen, die inzwischen im «Weitblick» leben, sehen in ihrem Heimleiter Carlos einen Vater