Lebenslinien. Ohne Netz und doppelten Boden

Jockel Sperlich wächst mit fünf jüngeren Geschwistern in einer traditionellen Zirkusfamilie auf. Einen festen Wohnsitz kennt er nicht. Als Jockel 16 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. Der Vater wird darüber depressiv und beginnt zu trinken. Als Ältester übernimmt Jockel nun die Verantwortung, sorgt für seine Geschwister und managt den Zirkus. Drei Jahre später stirbt Jockels Lieblingstier, die Elefantendame Jeanny. Das Verhältnis zum Vater ist zerrüttet und Jockel heuert bei anderen Zirkus-Unternehmen an. Mit 20 Jahren trifft er seine Jugendliebe Reni wieder. Zusammen erfüllen sie sich einen Traum und gründen den Circus Rio. Fünf Kinder wachsen in den Familienbetrieb hinein. 2006 passiert das Schreckliche: Jockel hat einen Verkehrsunfall, beide Beine werden völlig zerquetscht. Nach 21 Operationen und acht Monaten Krankenhausaufenthalt kommt Jockel wie durch ein Wunder wieder auf die Beine. Und wenn er spürt, dass sein Zirkus die Menschen verzaubert, weiss er wieder, wofür er alle Mühen auf sich nimmt