Leben. Radio Days
Der Junge wusste nicht, wer genau in diesem hölzernen Radio sass. Um diese Stimme versammelten sich Abend für Abend die Erwachsenen, schwiegen, nickten, brummten, tranken dazu Bier oder Schnaps. Der Junge aber bekam seine Brause, hörte sich fort, weit fort, und wollte am liebsten nicht zurück kommen. Detlef Berentzen erzählt die Nachkriegskindheit eines UnErhörten: Die Erwachsenen haben kaum Worte für ihn, aber das Radio liefert Tag und Nacht den Soundtrack, der ihn leben, atmen, auch verstehen lässt
