Leben. „Blindes Vertrauen“ – Wie eine Holocaust-Überlebende an ihren Retter erinnert

Inge Deutschkron überlebte den Holocaust durch den Mut und die Hilfe von 20 Berlinern, u.a. dem Bürstenfabrikanten Otto Weidt. In den 50er-Jahren wollte sie an Otto Weidt erinnern. Alle Bemühungen scheiterten jedoch an der Ignoranz einer bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft. Zu deutlich hätte ein Denkmal für einen „Retter“ vielen Deutschen ihre eigene Tatenlosigkeit vor Augen geführt. Enttäuscht wanderte Inge Deutschkron nach Israel aus. Aber der Gedanke liess sie nicht los, der Welt mitzuteilen, dass es auch in Nazi-Deutschland Mitmenschlichkeit gegeben hatte