Le vent nous emportera
Spielfilm (Iran/F 1999), Regie: Abbas Kiarostami. Behzad und zwei Kollegen kommen nach Siah Dareh, in ein kleines kurdisches Dorf im Iran, das in die Seite eines Berges gebaut wurde. Die drei sind aus einem nicht erkennbaren Grund am Ableben einer sehr alten Bewohnerin des Dorfes und dem damit verbundenen traditionellen Zeremoniell interessiert. Doch diese will und will nicht sterben. Behzad erfährt im Gespräch mit den Dorfbewohnern einiges über deren Tradition und Leben – vor allem von Farzad, einem kleinen Jungen. Als die Alte schliesslich stirbt, hat Behzad nicht eine einzige Aufnahme davon gemacht. Am Ende reist er unverrichteter Dinge ab. Niemand weiss, wonach er wirklich gesucht hat, und niemand weiss bei seiner Abreise, ob er es gefunden hat. Eine filmische Reflexion über die Konfrontation von Leben und Tod und zugleich eine zutiefst mystische Überlegung: Nicht das Ziel, sondern der Weg dahin führt zur eigentlichen Vollendung. Der Film wurde in Venedig 1999 mit dem „Grossen Preis der Jury“ und dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet
