La strada – Das Lied der Strasse

Der Gaukler Zampano (Anthony Quinn) führt ein armseliges Wanderleben. Eines Tages kauft er für 10’000 Lire die einfältige Gelsomina (Giulietta Masina) ihrer eigenen Mutter ab. Gelsomina muss nun für ihn kochen und waschen und den Pausen-Clown spielen, wenn er in Dörfern und Kleinstädten als Kettensprenger auftritt. Gelsominas schüchterne Versuche, ihm menschlich näher zu kommen, sind vergeblich. In einem kleinen Zirkus begegnen die beiden dem Seiltänzer Il Matto (Richard Basehart), der auf Gelsomina einzugehen weiss. Als Zampano den ihm verhassten Artisten bei einer Schlägerei tötet, bekommt Gelsomina einen Schock. Ihr ständiges wehklagendes Geschrei ist Zampano nun lästig, er lässt sie sitzen. Als er später von ihrem Tod erfährt, spürt er jedoch zum ersten Mal das Gefühl absoluter Einsamkeit. Mit «La strada» (IT 1954), der sich durchaus auch einer spirituellen Deutung öffnet, ging Federico Fellini erstmals über das Terrain des Neorealismus und seiner Sozialkritik hinaus, auch wenn der Film sich unbedingt auf die Seite der Schwachen stellt