La stella che non c’è

Eine italienische Firma verkauft ihren alten Hochofen an eine chinesische Delegation. Bevor er demontiert wird, möchte der Mechaniker Vincenzo Buonavolontà noch einen technischen Defekt beheben. Doch bis er die Lösung ausgetüftelt hat, ist der Ofen bereits weg. Was bleibt dem gewissenhaften Vincenzo anderes übrig, als nach China zu reisen und den Ofen ausfindig zu machen? Dort beginnt für ihn eine wahre Odyssee, auf die er sich in Begleitung der jungen Dolmetscherin Liu Hua einlässt.
Wenn der Protagonist Buonavolontà, dessen Namen «guter Willen» bedeutet, manchmal wie Buster Keaton dreinblickt, wird schnell klar, dass er es auch mit Windmühlen aufnehmen würde, wenn’s sein muss. Wenn sein Vorname ausserdem «Vincenzo» lautet, kann er so einiges meistern, auch wenn sein Ziel ein ganz anderes ist, als er zu suchen meinte.

Gianni Amelios Film ist ein Roadmovie der besonderen Art, das durch ein Land führt, das nicht nur der Hauptfigur, sondern auch den meisten europäischen Zuschauenden als terra incognita gilt, obwohl es schon längst als aufstrebender Akteur die globale Bühne betreten hat. Es ist ein gewitztes Lehrstück über Irrfahrten, Missverständnisse, Notbündnisse und die allmähliche Annäherung zweier Menschen aus völlig verschiedenen Kulturen – ein geistreicher Beitrag über Begegnungen in einer globalisierten Welt.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

«La stella che non c’è», Italien, Frankreich, Schweiz, Singapur 2006, Regie: Gianni Amelio, Darsteller: Sergio Castellitto, Tai Ling; Verleih: Frenetic Films, Internet: http://www.frenetic.ch

Kinostart: 15. Februar

«La stella che non c´è» ist Film des Monats Februar. Die Kritik zum Film des Monats kann hier als pdf-Datei geladen werden:
medientipp.ch/pdf/filmtipp_200702.pdf