Kulturoase Timbuktu

Radikale Islamisten fielen im Jahr 2013 in Timbuktu, der legendären Karawanen-Stadt am Rande der Sahara, ein. Sie zerstörten Teile des Weltkulturerbes, die Kultur wurde aus der Stadt gefegt. Kostbare Manuskripte waren damals in Gefahr und mussten heimlich in die Hauptstadt Bamako geschmuggelt werden. Der moderate Islam wurde verboten und mit ihm auch Tanz und Musik. Die Dokumentation zeigt nicht nur malerische Bilder der sagenumwobenen Oasenstadt, sondern wirft auch einen Blick auf die Bewohner und deren Umgang mit Kunst und Kultur im Zeichen des Kampfes gegen den radikalen Islamismus. Der Auftritt der lokalen Musikband Bouctou Jazz verdeutlicht eindrucksvoll das Spannungsfeld zwischen vergangener Blütezeit und gegenwärtigem Konflikt. Zu Wort kommen unter anderen Kunsthandwerker, Musiker, Gelehrte, Bibliothekare, Politiker, Geistliche, Filmschaffende und junge Menschen