Kritisch reisen. Gutes tun im Urlaub
Immer mehr junge Reiselustige wollen zwischen Schule und Studium Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländern leisten. Das macht sich gut im Lebenslauf. Die Nachfrage ist entsprechend gross. Neben gemeinnützigen Organisationen tummeln sich auch kommerzielle Reiseanbieter auf dem Markt. Freiwilligenarbeit im Ausland kostet: Man zahlt für die Reise, für Unterkunft und Verpflegung. Manche Anbieter stellen sogar die Teilnahme am Hilfsprojekt in Rechnung. Entstanden ist eine Branche, die teils seltsame Blüten treibt. Gerade armen Waisenkindern will jeder gerne helfen. Aber es gibt zu wenig Waisen für die vielen Freiwilligen. So gibt es in Nepal Waisenhäuser, in denen die Kinder noch Eltern haben. Gerne kombinieren die jungen Hilfswilligen die Freiwilligenarbeit mit einem Urlaub. So ist Bali nicht nur Touristen-Hotspot. Überall kann man hier für ein paar Wochen Kinder betreuen, Englisch unterrichten oder Schildkröten aufziehen. Wie qualifiziert die Bewerber sind, wird häufig nicht geprüft
