Kreuzfahrt und Corona
Nachdem den Kreuzfahrt-Passagieren der Rückflug von Brasilien nach Deutschland wegen des Corona-Ausbruchs verwehrt wird, entscheidet der Kapitän, die Gäste auf dem Seeweg heimzubringen. Das Kreuzfahrtschiff «MS Amera» startete am 24. Februar 2020 die Reise von Argentinien nach Uruguay und schliesslich bis nach Brasilien. Das Ziel und Ende der Reise ist Manaus, mitten im Amazonasgebiet. COVID-19 ist noch kein grosses Thema in Deutschland, das Wort «Pandemie» nimmt noch keiner in den Mund. Nach zweieinhalb Wochen Fahrt liegt das Schiff in Belém im Rio Para an der Pier. Der Kapitän beschliesst: Die Gäste müssen in Manaus raus, das Schiff soll möglichst mit der Crew allein zurück nach Deutschland. Doch der Gouverneur verbietet die Ausschiffung. Ab jetzt sind alle an Bord eingesperrt. Die beiden Autoren und ihr Team begleiten den Kapitän und die Crew bei ihren logistischen Herausforderungen: an Bord befinden sich 568 Passagiere und 423 Crewmitglieder – und das 18 Tage ohne Landgang, Warenaufnahme und Müllabgabe
