Kreuz & Quer. Depression – Die Krankheit der Zeit?

Als „Krankheit der Freiheit“ und gleichzeitig als „Fortschritt des befreiten Individuums“ hat der französische Soziologe Alain Ehrenberg die Depression bezeichnet. Sie sei eine Antwort auf die allgegenwärtige Erwartung von eigenverantwortlicher Selbstverwirklichung und die Kehrseite einer kapitalistischen Gesellschaft, die das Individuum bis zur Erschöpfung fordert. Wann spricht man eigentlich von Depression? Wie unterscheidet sich das Zeiterleben depressiver Menschen von anderen? Es diskutieren der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs, der Psychiater Michael Musalek, die Soziologin Charlotte Spitzer und der Freiburger Theologe Magnus Striet