Kreuz gegen Hammer. Wie aus Wikingern Christen wurden

Mordend, plündernd und brandschatzend suchen die Wikinger das mittelalterliche Europa heim. Ob London, Paris oder Hamburg – kein Ort ist vor ihren Überfällen sicher. Mit Streitaxt und Schwert ziehen sie, den Tod verachtend, in die Schlacht, beseelt vom Glauben an ihre Götter Thor und Odin. So zumindest lautet das gängige Klischee. Die Wissenschaft zeichnet inzwischen jedoch ein deutlich vielschichtigeres Bild der Seekrieger aus dem heutigen Skandinavien. Die Hinwendung zum Christentum sollte vor etwa 1’000 Jahren allerdings das Ende ihrer Epoche besiegeln. Die Filmemacher Christopher Paul und Claas Thomsen zeigen in ihrer mit aufwendigen Spielszenen gestalteten Dokumentation, wie die Nordmänner zum Christentum konvertierten. Sie gehen der Frage nach, warum sich die Wikinger von ihren Göttern abwendeten, die ihnen doch auf hoher See, im Schlachtengetümmel und auf den Märkten des Mittelalters über Jahrhunderte hinweg gewogen waren