„Korrektur Natur“ – Eine Hörspielreihe im Herbst auf DRS 1
(medientipp) Vom 10. September bis 5. November gestaltet die Hörspiel-Redaktion von DRS 1 eine Reihe mit dem Titel „Korrektur Natur“. In der Reihe wird die Manipulation an der Natur thematisiert, die die Menschheit zu ihrem Wohl oder Unwohl unternimmt. Zu hören sind Werke engagierter Autoren wie Günter Eich, Andreas Eschbach, Emma Donoghue oder Peter Høeg.
Ob Radio-Klassiker oder Neuproduktion, ob Science Fiction oder fast dokumentarisch abgebildete Realität, alle Hörspielstoffe der Reihe „Korrektur Natur“ setzen sich mit Fragen und Problemen auseinander, die durch Genforschung, ökologische Erkenntnisse oder medizinischen Fortschritt entstehen.
In „Blumen für Algernon“ von Daniel Keyes (montags, 13./20. September, 14.00 Uhr) wollen zwei Wissenschaftler durch einen chirurgischen Eingriff die Basis-Intelligenz eines Menschen verdreifachen. Im Zentrum ihres „Charlie-Gordon-Experiment“ stehen der geistig behinderter Mann Charlie Gordon, und Algernon, eine Maus.
Das für die Reihe geschriebene Science-Fiction-Hörspiel „Quantenmüll“ (Freitag, 17. September, 20.00 Uhr) des deutschen Erfolgsautors Andreas Eschbach beschäftigt sich mit der Sehnsucht nach einer unverdorbenen Umwelt und dem daraus entstehenden Wirtschaftszweig. Die zweite Neuproduktion von Emma Donoghue „Meitlibueb“ (Montag, 4. Oktober, 14.00 Uhr) beleuchtet ein immer noch tabuisiertes Thema: die Intersexualität. Wenn ein Mensch zwischen den Geschlechtern geboren wird, was zumeist genetisch bedingt ist, wie gehen der betroffene Mensch und die Medizin damit um?
Um Gentechnologie, Gewalt und deren Vermarktung in den Medien geht es in „Krok“ (Freitag, 5. November, 20.00 Uhr). Der künstliche Mensch Krok, im Labor aus genetischem Material des Gänseblümchens, des Menschenaffen und des Krokodils erschaffen, hat etwas zuviel Krokodil-Anteile abbekommen. Dies manifestiert sich in unkontrollierten Gewaltausbrüchen. „Krok“ von Eberhard Petschinka und Helmuth Mössmer wurde 1995 mit dem Prix Futura, dem Oscar des Hörspiels, ausgezeichnet.
In „Die Stunde des Huflattichs“ (Freitag, 29. Oktober, 20.00 Uhr) wird eine Stadt von einem Tag auf den anderen von wildwucherndem Huflattich bedroht. Im Stück von Günter Eich, der die Entwicklung des Hörspiels im deutschsprachigen Raum entscheidend mitgeprägt hat, ist das Überleben im Huflattich-Dschungel nur durch Solidarität und Hilfsbereitschaft möglich.
Ferner gehört der ökologisch-philosophische Thriller „Die Frau und der Affe“ nach dem gleichnamigen Roman von Peter Høeg (freitags, 24. September / 1. Oktober, 20.00 Uhr) ebenso zum Zyklus wie „Der Mann und die Fliege “ von Luigi Malerba (Montag, 25. Oktober, 14.00 Uhr) und „Gibt es Sie, Mister Johns?“ von Stanislaw Lem, mit dem die Reihe am 10. September eröffnet wird.
Überblick:
- Freitag, 10. September, 20.00 Uhr: „Gibt es Sie, Mister Johns?“ von Stanislaw Lem
- Montag, 13. September, 14.00 Uhr: „Blumen für Algernon“ (1/2) von Daniel Keyes
- Freitag, 17. September, 20.00 Uhr: „Quantenmüll“ von Andreas Eschbach (WH: 27.9., 14.00)
- Montag, 20. September, 14.00 Uhr: „Blumen für Algernon“ (2/2) von Daniel Keyes
- Freitag, 24. September, 20.00 Uhr: „Die Frau und der Affe“ (1/2) nach dem gleichnamigen Roman von Peter Høeg
- Freitag, 1. Oktober, 20.00 Uhr: „Die Frau und der Affe“ (2/2) nach dem gleichnamigen Roman von Peter Høeg
- Montag, 4. Oktober, 14.00 Uhr: „Meitlibueb“ von Emma Donoghue (WH: 8.10., 20.00)
Die Sendung „Doppelpunkt“ vom Dienstag, 5. Oktober widmet sich um 20.00 Uhr dem Thema Intersexualität - Montag, 25. Oktober, 14.00 Uhr: “ Der Mann und die Fliege“ von Luigi Malerba
- Freitag, 29. Oktober, 20.00 Uhr: „Die Stunde des Huflattichs“ von Günter Eich
- Freitag, 5. November, 20.00 Uhr: „Krok“ von Eberhard Petschinka und Helmuth Mössmer
