Kontext. Zersplitterte Geigen – warum Zerstörung zur Kunst gehört
In den 1960ern wurden – in einer Kunstperformance – Geigen zertrümmert. Und bis heute schreiben Komponisten Stücke, in denen irgendetwas kaputtgeschlagen wird: sei das ein Konzertflügel oder ein Cello. Bereits in Luis Bunuels Film «L’age d’or» von 1931 zertritt ein Passant ganz beiläufig eine Violine auf dem Gehsteig – ohne ersichtlichen Grund. Und auch in der bildenden Kunst kam früh eine Bewegung auf, die sich «Auto Destructive Art» nannte. Warum liegen Kreativität und Zerstörung so nahe beieinander?
