Kontext. Tandem – ein künstlerisch-wissenschaftliches Gipfeltreffen

John Wolf Brennan ist ein irisch-schweizerischer Jazz- und Improvisationsmusiker, Komponist und Dirigent. Aktuell komponiert er gerade eine Symphonie für Alphorn und Obertongesang für das Tonhalle Orchester Zürich. In seiner Musik nimmt er immer wieder auf die Berge Bezug. Auch den Kompositionsprozess vergleicht er mit der Entstehung der Berge: zuerst ein gewaltiges Auffalten und danach ein Eindampfen und Verfestigen. Was wohl eine Wissenschaftlerin von dieser Theorie hält? Um seine Sicht auf die Berge herauszufordern, hat sich John Wolf Brennan die Umweltwissenschaftlerin Elisabeth Karrer als Gesprächsgast ausgewählt: sie ist stellvertretende Leiterin des Pro Natura Zentrum Aletsch. Der schwindende Aletschgletscher ist ihr Forschungsgebiet. Aber sie sagt auch: dieser Gletscher sei ihr nah, vertraut, er sei fast wie «ein Familienmitglied»