Kontext. Gefangener unter Hitler und Stalin

Erwin Jöris war Augenzeuge des 20. Jahrhunderts. Hautnah erlebte der 95-jährige Berliner die Brutalität der braunen und roten Diktatur. Da der Kommunist und Nazigegner nie ein Blatt vor den Mund nahm, kam er ins KZ. Als Soldat der Wehrmacht geriet er in russische Gefangenschaft, nach seiner Rückkehr in die DDR in die Fänge der sowjetischen Geheimpolizei. Wegen angeblicher Spionage kam er nach Workuta, ein berüchtigtes Arbeitslager in Westsibirien. Nach seiner Freilassung 1956 flüchtete Erwin Jöris mit seiner Frau in den Westen. Zu Besuch bei Erwin Jöris in Köln