Kontext-Debatte. Warum sind Opfer so ungeliebt
Geschieht ein Verbrechen, so betreibt die Gesellschaft einen beachtlichen Aufwand, um den Täter zu finden und zu bestrafen. Das Opfer hingegen wird entweder als Zeuge im Prozess zusätzlich traumatisiert oder es tritt schon gar nicht in Erscheinung und hat vor allem keine Chance, sich mit dem Täter auseinander zu setzen. Dabei wäre gerade dies wichtig. Was getan werden müsste, geschieht wenig, meinen Fachleute. Warum ist es in unserer Gesellschaft einfacher, zu bestrafen als sich um Opfer zu kümmern?
