Kontext. Böse Mädchen kämpfen vergeblich
Immer wieder kommen sie in die Schlagzeilen, sorgen an Tagungen für volle Säle und Kopfzerbrechen in den Schulen: Mädchen, die sich prügelnd in Szene setzen, Angst und Schrecken verbreiten, aber auch Ehrfurcht und Anerkennung ernten, gerade unter Gleichaltrigen. Vielleicht, so könnte man denken, hauen sie sich frei aus einer allzu engen weiblichen Geschlechterolle. Im Gegenteil analysiert die Soziologin und Erziehungswissenschaftlerin Michaela Paul: sie zementieren die alten Ungleichheiten in Zeiten formaler Chancengleichheit
