Kolumbien – Der lange Weg zum Frieden
Bogotá, 2016: das Jahr, das in die kolumbianischen Geschichtsbücher eingehen wird. Die revolutionären Streitkräfte der marxistischen Farc-Guerilla und die Regierung beschliessen nach rund 50 Jahren, ein historisches Friedensabkommen zu unterzeichnen – vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Nicht nur die bewaffnete Auseinandersetzung, sondern auch die soziale Ungleichheit hätte damit beendet werden können. Ein landesweites Referendum Anfang Oktober 2016 sollte der Regierung die demokratische Legitimation dafür erteilen – die Zustimmung galt als sicher. Doch die kolumbianische Bevölkerung lehnt das Abkommen mit den Farc-Rebellen ab – mit einer hauchdünnen Mehrheit. Ein Schock für das südamerikanische Land, in dessen Bürgerkrieg mindestens 220’000 Menschen das Leben verloren haben und sechs Millionen als Vertriebene zum Opfer wurden. Nach landesweiten Demonstrationen von Studierenden wird schliesslich ein neuer, überarbeiteter Friedensvertrag im November 2016 unterzeichnet. Der Filmemacher Uli Stelzner hat die dramatischen Ereignisse im Jahr 2016 und den schwierigen Prozess der Umsetzung des Abkommens begleitet
