König Artus. Dichtung und Wahrheit

Man nennt es das dunkle Zeitalter in Britannien: Das 5. Jahrhundert ist eine Zeit des Umbruchs. Die Römer ziehen sich langsam aus Britannien zurück. Germanische Völker vom europäischen Festland, Angeln, Sachsen und Jüten, strömen von Osten her ins Land. Es soll ein soziales Chaos ausgebrochen sein. Ein bedeutender Wendepunkt in der britischen Geschichte, über den kaum etwas Schriftliches überliefert ist. Ein Name allerdings hat in der späteren literarischen Aufarbeitung dieser Zeit Bedeutung erlangt: König Artus. Ein Anführer, der sich den angelsächsischen Invasoren widersetzt haben soll. Ein ritterlicher und heldenhafter König, der für Recht und Ordnung steht. Heute weiss man: Der legendäre Herrscher ist mit höchster Wahrscheinlichkeit genau das – eine Legende. Eine literarische Figur für eine Zeit, die wenig historische Spuren hinterlassen hat und den Briten eine Identität stiftete. Doch wie ist diese Legende entstanden?