Klöster Europas – Zeugen des Unsichtbaren

Der europäische Kontinent erstreckt sich vom Atlantik bis zum Ural und wurde im Laufe der Jahrhunderte von Geschichte, Politik und Christentum geprägt. Von Irland bis Russland, von Griechenland bis Polen – überall bauten Menschen Kathedralen, Kirchen, Kapellen, Abteien und Klöster, in denen sie Wissenschaft, Kunst und Kultur, miteinander verbanden. Viele Klöster scheinen einerseits wie aus der Zeit gefallene Rückzugsorte, gleichzeitig spielen sie eine bedeutende Rolle in unserer modernen Gesellschaft: Die Benediktinerabtei im bayrischen Ettal beispielsweise ist nicht nur ein Kloster, sondern ein kulturelles Zentrum der Region. Im Süden Georgiens schmiegt sich in Wardsia ein kleines Kloster an die Felswände der Höhlenstadt, das von fünf Mönchen geleitet wird. Das Zisterzienserkloster Saint Mary’s im irischen Glencairn verbindet strenge Glaubenspflege mit einem modernen Alltag, und das Troize-Sergijew-Kloster bei Moskau ist mit 340 Mönchen das grösste Kloster Europas