Kleine Missgeschicke
Erneut kommt aus Dänemark der Film einer Frau ins Kino, der die tragisch-komische Geschichte einer gewöhnlichen Familie sowohl unterhaltsam wie menschlich berührend und authentisch in Szene setzt. Wem «Italienisch für Anfänger» gefallen hat, wird auch diesen Film mögen.
Nach dem überraschenden Tod der Mutter sehen sich ihr Ehemann, dessen Bruder und die drei Kinder mit Beziehungs- und Identitätsproblemen konfrontiert: John, der herzkranke Wittwer, ein alter Charmeur und Spassvogel, wird fortan von der jüngsten Tochter Marianne betreut. Diese sehnt sich aber nach einem Freund und möchte flügge werden. Eva, die etwas exaltierte älteste Tochter, die von der Beschäftigung mit Haikus zur Malerei gewechselt hat, schaut argwöhnisch auf die jüngste Schwester und deren Beziehung zum Vater. Zwischen den Schwestern steht Tom, einst Mutters Liebling, ein erfolgreicher und viel beschäftigter Architekt. Er bringt die Bedürfnisse zwischen Beruf und Familie nicht unter einen Hut und strapaziert damit vor allem seine Frau. Onkel Soren schliesslich hat es sich nach einem Arbeitsunfall vor dem Fernseher bequem gemacht und realisiert nicht, dass für seine Frau das Leben mit 50 noch nicht vorbei ist.
Hans Hodel, Filmbeauftragter Reformierte Medien
«Sma Ulykker» (Kleine Missgeschicke), Dänemark 2002, Regie: Annette K. Olesen, Besetzung: Jorgen Kill, Maria Wurgler Rich, Vigga Bro, Henrik Prip, Jesper Hyldegoard, Verleih: Frenetic Films, Bachstrasse 8, 8038 Zürich, Telefon: ++41 (0)1 483 06 60, Fax: ++41 (0)1 483 06 61, E-Mail: mailto@frenetic.ch, Internet: http://www.frenetic.ch
Kinostart: 19. September 2002
„Sma Ulykker“ (Kleine Missgeschicke) wurde an der Berlinale 2002 „Bester Europäischer Film“.
Zürich: Arthouse Movie
Bern: Kino Splendid
Basel: kult.kino atelier
Luzern: Kino Atelier
St. Gallen: Kino Scala
Winterthur: 1 Woche später
Baden: 1 Woche später
