Kirchenjury in Cannes

(medientipp) Vom 11. bis 22. Mai rückt das südfranzösische Cannes in den Mittelpunkt der internationalen Filmbranche. Beim wichtigsten Filmfestival der Welt sind neben den grossen Filmstars auch die Mitglieder der Ökumenischen Jury präsent.

Nur drei Jurys sind von der Festivalleitung autorisiert, Preise im internationalen Wettbewerb zu verleihen: Neben der prominent besetzten offiziellen Jury und der Jury der Vereinigung der Filmkritik, gehört die Ökumenische Jury zu den Auserwählten. In der Ökumenischen Jury, die von den kirchlichen Filmorganisationen Interfilm und Signis berufen wird, sind sechs Filmfachleute aus aller Welt vertreten. Die französische Filmexpertin Cindy Mollaret präsidiert die Jury. Unterstützt wird sie von der Generalsekretärin der World Association for Christian Communication, Karin Achtelstetter, sowie vom Signis Afrika-Präsidenten Ernest Kouacou. Die italienische Theologieprofessorin Gabriella Lettini die philippinische Filmjournalistin Teresa Tunay und ihre französische Kollegin Nicole Vercueil ergänzen die Runde. Die Jury hat den Auftrag einen Wettbewerbsbeitrag auszuwählen, der sich nicht nur durch besondere künstlerische Qualität auszeichnet, sondern auch religiöse und soziale Fragen aufwirft.

Um die Gunst der Jury drei Jurys werben im internationalen Wettbewerb 21 Filme, darunter das neue Werk der Dardenne Brüder «La fille unconnu». Weitere mit Spannung erwartete Filme im Wettbewerb sind Asghar Farhadis Drama «Forushande», «I, Daniel Blake» von Ken Loach, Pedro Almodóvars jüngster Streich «Julieta» und «Juste la fin du monde» von Shooting-Star Xavier Dolan.