Kinder

Ein Jahr lang hat die Filmemacherin Nina Wesemann Arthur, Emine, Christian und Marie mit der Kamera begleitet. Der Dokumentarfilm führt die vier Heranwachsenden zusammen, die sich sonst vermutlich nie begegnet wären. Sie kommen aus unterschiedlichen Teilen Berlins: Marie wohnt in einer Einfamilienhaus-Siedlung mit ordentlich geschnittenen immergrünen Hecken, gepflasterten Fusswegen und Einfahrten am Stadtrand. Emine übt in den Berliner S-Bahnen selbstbewusst neue Musikvideo-Moves. Mit ihren Freundinnen zieht sie durch die Strassen Neuköllns, gemeinsam klopfen sie Sprüche, als ob ihnen die Welt oder immerhin der Kiez gehören würde. Arthur spielt am liebsten «Minecraft» oder redet mit Freunden darüber. Oder er erklärt seinen zwei jüngeren Geschwistern bereitwillig, was Altersschwäche ist oder warum Trump ein böser Präsident ist. Ein Jahr lang hat die Filmemacherin Nina Wesemann ihren Alltag dokumentiert. Der intime Einblick offenbart die sensible Seelenwelt von Heranwachsenden und fängt die unterschiedlichen Stimmungen der Jugendlichen und ihrer Umgebung ein