Katholischer Medienpreis für Marianne Pletscher und José Ribeaud
(medientipp) Die Dokumentarfilmerin Marianne Pletscher und der Radiomacher José Ribeaud erhalten den Katholischen Medienpreis 2003 der Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz. Die Preisübergabe erfolgt im Rahmen einer Feier in Zürich am 9. Juli 2003.
Marianne Pletscher wird für ihren DOK-Film „Besser sterben – Was man alles darf, wenn man nichts mehr kann“ ausgezeichnet (Erstausstrahlung am 23. Februar 2003 auf SF1). Der Film plädiert für ein Sterben in Würde und ohne Angst, wie die Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz in ihrem Communiqué schreibt. Marianne Pletscher sei es gelungen, sich mit ihrem Team bei der Realisierung des Dokumentarfims zur palliativen Medizin einfühlsam auf die Lebens- und Sterbegemeinschaft des Zürcher Limmattalspitals einzulassen. Dabei seien emotional dichte Eindrücke von Abschied und Sterben entstanden, von Angst und Zuversicht betroffener Menschen und von der ganzheitlichen Begleitung durch Pflegende und Ärzte. „Bei diesem beeindruckenden Werk steht die Würde des Menschen unmittelbar im Zentrum. Marianne Pletschers Werk – jüngstes einer ganzen Reihe ähnlich treffender Dokumentarfilme – bezeugt leise und unaufdringlich, dass menschlicher Tod nicht vom Schrecken des Endgültigen bestimmt zu sein braucht.“
Neben Marianne Pletschers Dokumentarfilm wird mit dem Katholischen Medienpreis das langjährige Schaffen des Journalisten und Redaktors José Ribeaud gewürdigt. Nach seinen Berufsjahren in der Chefredaktion der Tagesschau von SF DRS und bei der Freiburger Zeitung „La Liberté“ engagiert sich José Ribeau seit seiner Pensionierung für Kommunikationsprojekte in Madagaskar. Er beteiligte sich an der Gründung einer örtlichen Ausbildungsstätte für Journalistinnen und Journalisten. 1998 rief er unter Einsatz eigener Mittel eine Radiostation mit dem Namen „Radio Haja“ („Würde“) ins Leben. Mit dem Katholischen Medienpreis 2003 soll sein „ausserordentliches Engagement für die Kommunikation im Dienst der Wahrheit und der Gerechtigkeit“ anerkannt werden.
Der Katholische Medienpreis 2003 wird am Mittwoch, 9. Juli 2003 in Zürich durch Medienbischof Peter Henrici übergeben. Der Preis steht im Zusammenhang mit dem jährlich im Mai begangenen „Mediensonntag“ der katholischen Kirche. Dieser will die kirchliche Verantwortung im Bereich sozialer Kommunikationsmittel bewusst machen und mit dem Medienopfer die dafür erforderlichen Mittel zusammentragen.
Einen Beitrag zu Marianne Pletschers Film hören Sie auf Radio kath.ch: http://www.radio.kath.ch
Weitere Informationen: Medienkommission der Schweizer Bischofskonferenz, Postfach 73, CH-1705 Freiburg. Telefon: ++41(0)26 426 48 31, Fax: ++41(0)26 426 48 30, E-Mail: CHKATHOPRESSE@compuserve.com
Preise 1994-2002
1994 „Pâques à Jerusalem“, Serie der Télévison Suisse Romande,
Jean-Philippe Rapp, Georges Haldas und Jacob Berger.
1995 Reni Mertens und Walter Marti, unabhängige Filmautoren, Autoren von „Requiem“.
1996 Dr. Hanno Helbling, Journalist, Korrespondent NZZ.
1997 Yvan Stern, Direktor Cinédia in Freiburg,
Philippe Dahinden, Journalist (Ökumenischer Medienpreis mit Beteiligung
des evangelisch-reformierten Radiodienstes der Westschweiz).
1998 Schweizer Radio DRS, Redaktion Religion, Studio Basel, Bern und Zürich.
1999 Sonderseiten „Religion & Gesellschaft“ bzw. „Christ und Welt“, Luzern/Freiburg.
2000 Michel Bavarel, Journalist.
2001 Schwester Ingrid Grave OP, Sprecherin Schweizer Fernsehen DRS.
2002 Josef Osterwalder, Theologe und Redaktor „St. Galler Tagblatt“.
