Katholische Welt. Keine Gnade für Massenmörder Toto Riina

Einen Tag nach seinem 87. Geburtstag verlosch sein Lebenslicht endgültig. Die ganze Welt blickte nach Parma, erinnerte sich der von Toto Riina in Auftrag gegebenen Morde an den Staatsanwälten Giovanni Falcone und Paolo Borsellino im Sommer 1992. Der aus Corleone stammende Toto Riina war der Pate der in den 80ern und 90ern mächtigen sizilianischen Cosa Nostra. Seine Schuld an Hunderten von Mordaufträgen, die alle mit einer beispiellosen Grausamkeit durchgeführt wurden, ist zwar bewiesen, er aber bestritt dies und sprach von «infamen Lügen». Toto Riina hat nie bereut und gab sich demonstrativ als «treudienender Christ» aus. Stunden nach seinem Ableben im Gefängniskrankenhaus in Parma, sorgte am Morgen des 17. November 2017 Papst Franziskus mit einer wegweisenden Aussage für weltweites Aufsehen: «Wer sich nicht zu seinen Taten bekennt und keine Reue zeigt, ist nicht Teil unserer Kirche. Ihm steht kein christliches Begräbnis zu!»