Katholische Welt. Franziskus in Myanmar
Jahrzehntelang hat eine kommunistische Militär-Diktatur die zu 90% buddhistische Bevölkerung Myanmars beherrscht, Religionen und Ethnien im Land gegeneinander ausgespielt. Erst vor einigen Jahren veranlasste internationaler Druck das Regime, Myanmar schrittweise in eine Demokratie umzuwandeln. Das Land ist im Aufbruch und zugleich auf der Suche nach der eigenen Identität: Konflikte zwischen den mehr als 100 ethnischen Gruppen in Myanmar brechen neu auf, allen voran die Auseinandersetzungen zwischen buddhistischen Nationalisten und den muslimischen Rohingya. Vertreter der buddhistischen Mehrheit, die bereits an interreligiösen Friedensgebeten in Assisi teilgenommen haben, suchen ebenso nach Lösungen wie die winzige christliche Minderheit. Papst Franziskus ist in Myanmar willkommen. Doch er wagt sich auf ein gefährliches politisches Terrain bei dem Versuch, einem Land am Rand der Zerreissprobe den einzig möglichen Weg zu zeigen: die Versöhnung!
