Katholische Welt. Porträt des norwegischen Dichters Knut Ødegård

Die Werke des grossen norwegischen Dichters Knut Ødegård, geboren 1945, sind bisher in über vierzig Sprachen übersetzt worden. Auf Deutsch erschien erst im August 2019 erstmals ein vollständiger Gedichtband von Ødegård. Er nennt das 2017 erschienene Buch sein Lebenswerk. Es trägt den selbstsprechenden Titel Die Zeit ist gekommen. Auf der Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr der norwegischen Literatur gewidmet war, wurde Knut Ødegård, dieser stille und im christlichen Glauben verwurzelte Dichter, gefeiert. Die Worte, um ein Gedicht zu schreiben, kommen – so sagt er – aus dem Gebet, dem Dialog mit Gott. Ursprünglich hätte Ødegård evangelischer Pastor werden wollen. Er studierte Theologie und entschied sich dann, doch «nur» als Dichter in der Welt zu stehen. Seinen Wohnsitz verlegte er nach Island, um näher an einem Ursprung der Welt zu sein und konvertierte, ähnlich wie vor ihm schon der isländische Literaturnobelpreisträger Halldòr Laxness, im reifen Alter zum römisch-katholischen Glauben