Katholische Welt. Tattoos
Die Zeit, in der das Tattoo als Stigma bei Seeleuten, Kriminellen und anderen Randgruppen verpönt war, ist längst vorbei. In einer Gesellschaft der Selbstdarsteller erlebt das Tattoo ein Revival, das salonfähig geworden ist über alle Schichten hinweg und einen neuen Trend setzt. Jeder fünfte Deutsche ist tätowiert, heisst es in einer Studie der Universität Leipzig. Die Geschichte der Tattoos ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Schon immer hat der Mensch seinen Körper als Repräsentationsfläche verstanden. Ist das der Grund, warum sich heute immer mehr Menschen ein Tattoo stechen lassen? Was wollen sie damit ausdrücken, in einer Zeit, die so schnelllebig geworden ist und in der kaum mehr etwas Bestand hat?
