Katholische Welt. Klosterherbergen an der ligurischen Küste
Die Cinque Terre an der ligurischen Küste sind ein beeindruckendes Beispiel für das Zusammenspiel von Mensch und Natur, entstanden vor bis zu tausend Jahren um Heiligtümer und Pilgerherbergen. Als einmaliges Landschaftskunstwerk wurden die fünf Dörfer in den neunziger Jahren UNESCO-Weltkulturerbe und durch den Nationalpark Cinque Terre weltweit bekannt: Damit wurden die fünf Orte Ziel des Massentourismus mit verheerenden Folgen für die ganze Landschaft. In den Dörfern zählt vor allem das schnelle Geld, ohne Rücksicht, welchen Schaden dieses Landschaftskunstwerk nimmt, das inzwischen kaum jemand noch bestellen will. Lediglich die «Santuari» sind die letzten Bastionen gegen die Auswüchse des Tourismus. Entstanden waren sie als Pilgerherbergen an der alten Via Franchigena, die nach Rom führte. Bis heute sind diese Klosterherbergen Orte der Begegnung, die auch an die Geschichte der Landschaft erinnern: Herbergen, die Besucher aufnehmen, wo sich Menschen in innerer Einkehr zusammenfinden
