Katholische Welt. Kinder auf der Flucht

Fünf bronzefarbene Statuten an der Londoner Liverpool Street halten heute die Erinnerung an 10’000 Kinder wach, die zwischen Dezember 1938 und September 1939 mit dem Zug nach England gebracht wurden. Alle kamen aus Ländern, in denen die Nazis auf dem Vormarsch waren und waren jüdischer Abstammung. Die englische Regierung nahm die jungen Flüchtlinge auf – ohne deren Eltern, so die Vorgabe, aber mit der Absicht, die Kinder möglichst schnell zu integrieren. Für einen Grossteil der jüdischen Kinder hatte das Konsequenzen hinsichtlich ihrer religiösen Beheimatung. 70 Jahre später sehen wir Parallelen. Unbegleitete Minderjährige kommen nach ihrer Flucht aus islamisch geprägten Kriegsgebieten in ein europäisches Land. Die Sendung porträtiert die Reisen von Überlebenden des Kindertransports und zeigt heutige Verbindungen zwischen Flucht und religiöser Ankunft in Deutschland auf