Katholische Welt. Die Missionsbenediktiner in Kenia
Im Jahr 2017 berichteten Medien in Kenia über ein aufsehenerregendes Ereignis: Radikalislamische Milizen aus dem Nachbarland Somalia überfielen einen kenianischen Bus in der Absicht, die christlichen Insassen zu töten. Doch muslimische Kenianer schützten die mitreisenden Christen unter Einsatz ihres eigenen Lebens und hatten damit Erfolg. Das Zusammenleben von Muslimen und Christen, so berichten die Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien, die seit Jahrzehnten in dem ostafrikanischen Land arbeiten, war von jeher friedlich und gewaltfrei. Erst in jüngster Zeit mehren sich extremistische Übergriffe aus den Nachbarländern. Angesichts dieser Herausforderung bemühen sich die Benediktiner mit Modellprojekten um Aufklärung: Sozialarbeit in Slums, muslimisch-christliche Begegnungen und die Ausbildung junger Geistlicher im interreligiösen Dialog sollen einer Polarisierung in der kenianischen Gesellschaft entgegenwirken
