Katholische Welt. Das Virus im Armenviertel

Seit März diesen Jahres geht die achtjährige Reyna nicht zur Schule. Online-Unterricht gibt es für sie nicht. Sie würde gerne arbeiten, aber in dem Armenviertel La Comunidad in Guatemala findet zurzeit niemand neue Arbeit, auch nicht Reynas Eltern. Die Familie leidet oft Hunger, so wie viele Millionen Menschen in Lateinamerika, die von der Coronakrise tiefer in die Armut gedrängt werden. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor «Hungersnöten biblischen Ausmasses». Reynas Bruder Edvin, 14, ist froh, dass er seiner Familie helfen kann. Er bekommt ein Stipendium der katholischen Gemeinde vor Ort. Deshalb wird er bei der Nothilfe mit Nahrungsmitteln bevorzugt behandelt. Dann essen die Kinder zuerst und geben ihren Eltern, was übrig bleibt