Katholische Welt. Was Europa von einem Heiligen lernen kann
Europa hat es derzeit nicht leicht – Brexit, antidemokratische Entwicklungen, Streit über Staatsverschuldungen und zuletzt noch die Auseinandersetzungen im Zuge der Corona-Epidemie. Es wirkt fast so als ob das so oft beschworene Europa auseinanderzubrechen droht, dass, bei allen Unzulänglichkeiten und Fehlentwicklungen, die mühsam erarbeiteten Gemeinsamkeiten und Ideale leichtfertig aufgegeben werden. Wenn Europa Bestand haben soll, so meint Paolo Rumiz, kann nur noch ein Heiliger helfen: der Heilige Benedikt. Der italienische Autor beschreibt in seinem Buch «Der unendliche Faden», wie sehr unsere europäische Kultur auf dem Erbe der Benediktiner aufbaut. Europa wurde bereits in der unsicheren Zeit der Völkerwanderung durch Benedikts Ideen und das Netzwerk der Klöster «geistig» zusammengehalten, dank der Klöster haben sich antike Philosophie aber auch viele Kulturtechniken erhalten. Und heute könnten die benediktinischen Ideen und die klösterlichen Strukturen Europa aus der Krise zu führen. Vom benediktinischen Netzwerk lernen – eine Chance für Europa?
