In der Mitte des Flusses (In the Middle of the River)
Die Grenze zwischen New Mexico und dem autonomen Stammesgebiet der Navajos liegt «in der Mitte des Flusses». Hier prallen in einem Sog aus Gewalt und Selbstjustiz unterschiedliche Nationen, Generationen, Kulturen und Traditionen aufeinander. Um dieser Gewalt zu entkommen, hatte Gabriel (Eric Hunter) sich (mehr oder weniger) freiwillig zum Militärdienst gemeldet. Nun kehrt er, an Körper und Seele verwundet, aus dem Irak zurück. Er arbeitet für sein Studium, will seine Zeit als Drogendealer endgültig hinter sich lassen. Der Tod seiner Zwillingsschwester Naomi (Andriea Vigil) zwingt ihn zur Rückkehr in die Familie – und in die Vergangenheit. Die mysteriösen Umstände ihres Todes und die vielen offenen Fragen lassen Gabriel keine Ruhe: Er glaubt nicht an Selbstmord. Nun sucht er einen Schuldigen. Sein Misstrauen gegenüber allem und jedem vergiftet seine Beziehungen und reisst alte Wunden auf … Damian John Harper greift in seinem Drama (DE 2016) die Themen Schuld, Sühne und Vergebung auf eindrückliche Weise auf
